Hundebetreuung? Das kann doch nicht so schwer sein! – Teil 2

Im ersten Teil hast du erfahren, wie der Alltag für eine/n Hundebetreuer/in so aussieht. Hast du nun vielleicht Interesse daran bekommen, selbst in diese Branche einzusteigen? In diesem Teil erklär ich dir, wie man HundebetreuerIn wird.

In Österreich ist die Berufsbezeichnung „Hundebetreuung“ nicht geregelt, d.h. jede/r kann es machen, es ist ein freies Gewerbe. Wenn man diese Arbeit also ausüben möchte, muss man sich selbst um eine passende Ausbildung kümmern. Was ist so eine passende Ausbildung? Was sollte diese beinhalten?


Eine Hundebetreuerin muss die Hundesprache gut lesen können.

Erstmal ist zu sagen, dass eine Ausbildung auf jeden Fall notwendig ist, denn ich befürchte fast, dass viele Leute noch immer der Meinung sind, auf Hunde aufpassen könne doch jeder! Ja, sicher kann es jeder gerne versuchen, doch wird sowohl die Betreuungsperson also auch der/die Hundehalter/in sehr bald draufkommen, wo die Grenzen sind, spätestens wenn die Nachbarin, die sonst immer auf deinen Hund aufgepasst hat, plötzlich keine Zeit mehr hat, oder wenn dein Hund während seiner Betreuung bei der Sitterin Schaden anrichtet und diese nicht versichert ist, oder wenn dein Hund nach der Betreuung plötzlich vorm Staubsauger Angst hat und keiner weiß warum, oder wenn dein Hund verschreckt nach Hause kommt, weil er von einem anderen Hund gemobbt wurde, etc. Solche Beispiele lassen sich fortsetzen.

Ich gehe nun also davon aus, dass wir uns einig sind: Um Hunde professionell zu betreuen, braucht man eine Ausbildung. Wie sollte diese Ausbildung aussehen? Wenn du dich an den ersten Teil dieses Artikels erinnerst, dann weißt du schon, dass die Hauptaufgabe einer Hundebetreuungsperson das Management der Hundegruppe ist. Daraus lassen sich die notwendigen Fähigkeiten einer Hundebetreuerin schließen.

  • Die Betreuerin muss die Hundesprache lesen können.

  • Die Betreuerin muss die Hundesprache richtig interpretieren können.

  • Die Betreuerin muss gewalt- und angstfrei mit Hunden kommunizieren können.

  • Die Betreuerin muss die ersten Anzeichen von Stress, Angst oder Aggression erkennen können.

  • Die Betreuerin muss über das Lernverhalten von Hunden Bescheid wissen.

  • Die Betreuerin muss über Konfliktmanagement Bescheid wissen und im Notfall richtig reagieren.

  • Die Betreuerin muss in Erster Hilfe ausgebildet sein.

  • Die Betreuerin muss über die Grundlagen von positivem Hundetraining Bescheid wissen.

  • Die Betreuerin muss wissen, wie man Hunde zusammenführt bzw. neue Hunde in eine Gruppe integriert.

  • Die Betreuerin muss die Hundegruppen richtig einteilen, sodass sich jeder Hund wohlfühlt.

  • Die Betreuerin muss sich mit Welpenerziehung auskennen.

  • Die Betreuerin muss sich mit dem komplexen Verhalten von Junghunden auskennen.

  • Die Betreuerin muss Hundesenioren altersgerecht behandeln.

  • Die Betreuerin muss wissen, wie man mit Hunden spielt und sie artgerecht beschäftigt.


Neben all diesen „hündischen“ Fähigkeiten, muss eine Hundebetreuerin auch folgende Skills haben:

  • Sie muss sehr gut mit Menschen umgehen und kommunizieren können.

  • Sie muss gut organisiert sein.

  • Sie muss ruhig und geduldig bleiben, auch in stressigen Situationen.

  • Sie muss verantwortungsbewusst sein.

  • Sie muss versichert sein.

  • Sie muss immer vorbereitet sein.


Und wenn du selbständig als Hundebetreuerin tätig bist, musst du dich auch zumindest grundlegend auskennen mit:

  • Buchhaltung

  • Steuern

  • Versicherung

  • Marketing

  • Kundengespräche

  • Büroorganisation

  • dem Schreiben von E-Mails und anderen Texten

  • dem österreichischen Tierschutzgesetz


Die Liste ist lang. Ich weiß. Aber die gute Nachricht ist: Das kann man alles lernen! Nicht an einem Wochenende oder in 20 Stunden, aber sicher in einem gut strukturiertem Lehrgang über einige Wochen und mit viel Praxis.

Hast du immer noch Interesse an diesem Job (oder vielleicht jetzt erst recht)? Dann lies den 3. Teil dieser Serie, in dem ich dir sage, warum die Arbeit als Hundebetreuerin einer der besten Jobs ist, den ich mir vorstellen kann.


#hundebetreuung #dogsitter

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